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Kilometerlange Traumstrände, strahlender Sonnenschein und das einzigartige Flair einer jahrtausendealten, geheimnisvollen Geschichte – Rhodos ist nicht nur unter Badeurlaubern und Kulturliebhabern ein beliebtes Reiseziel, sondern lockt auch immer wieder Filmemacher aus aller Welt in seine Städte, um dort unvergessliche Szenen auf die Leinwand zu bannen. Nicht selten werden die Filme dabei nicht nur zu einem internationalen Erfolg, sondern auch zu einer Hommage an eine der schönsten Inseln der Ägäis – möchten auch Sie sich ein Stück Rhodos auf den heimischen Fernseher holen?

Rhodos ist unter einheimischen wie auch unter internationalen Regisseuren ein gleichermaßen beliebter Drehort. Neben den einmaligen Landschaften und dem unverwechselbaren, mediterranen Flair der Insel bietet diese auch genau das richtige Maß an geruhsamer Idylle, um jede Art von Dreharbeiten zum Erfolg werden zu lassen – ganz gleich, welches Genre oder welche Epoche dargestellt werden soll. Tatsächlich diente Rhodos bereits mehrfach als Kulisse für epochale Dramen – vom 1981 gedrehten Bibelfilm „Peter und Paul“, in dem sich Anthony Hopkins als einer der christlichen Apostel den religiösen Wirren unter der römischen Herrschaftszeit stellt, über die 2007 entstandende und dem Leben des gleichnamigen griechischen Freiheitskämpfers gewidmete Produktion „El Greco“ bis hin zu der aus dem Jahre 1988 stammende Romanverfilmung „Die vergessene Insel“ (Originaltitel: „Pascali's Island“), in welcher Ben Kingsley und Helen Mirren in eine mitreißende Spionageaffäre zur Zeit der Osmanischen Besatzung Griechenlands verwickelt werden: Die wechselhafte Geschichte Griechenlands wird auf Rhodos hervorragend in Szene gesetzt.

Zu den zwei berühmtesten Filmen, die bislang auf der Insel gedreht wurden, zählen der aus dem Jahr 1979 stammende Abenteuerstreifen „Flucht nach Athena“ (Originaltitel: „Escape to Athena“) mit Roger Moore in der Hauptrolle sowie das bereits 1961 gedrehte Actiondrama „Die Kanonen von Navarone“ (Originaltitel: „The Guns of Navarone“). Beide Filme thematisieren die Besatzung Griechenlands durch die deutsche Armee während des Zweiten Weltkrieges, widmen sich diesem Sujet jedoch auf unterschiedliche Weise – während sich in „Flucht nach Athena“ Kriegsgefangene aus mehreren Ländern so miteinander verbünden, um den Fängen ihres deutschen Lagerkommandanten zu entkommen und im Zuge dessen auch noch in den Besitz antiker Kunstschätze von unschätzbarem Wert zu gelangen, dreht sich in den „Kanonen von Navarone“ alles um die heldenhafte Rückeroberung strategisch wichtiger Stellungen in der griechischen Inselwelt durch britische Soldaten. "Die Kanonen von Navarone" gewann für seine mitreißenden Bilder nicht nur einen Oscar für die besten Spezialeffekte und wurde darüber hinaus auch für zahlreiche weitere Preise nominiert, sondern war auch dafür verantwortlich, dass eine der malerischsten Buchten von Rhodos nach dem Hauptstar des Films, Anthony Quinn, benannt wurde.
Weniger bekannt, deshalb jedoch nicht minder sehenswert ist das abwechselnd im Mittelalter und in der Neuzeit stattfindende Tempelritterdrama „The Dark Side of the Sun“ aus dem Jahr 1983, welches in TV-Serienformat mit insgesamt 6 Episoden und komplett auf Rhodos gedreht wurde. Ein weiterer Film, der sich Rhodos als Kulisse gewählt hat, dabei jedoch kein Ereignis aus der Geschichte Griechenlands darstellt, ist das 2007 gedrehte Historiendrama „O Jerusalem“ - dem Titel entsprechend wird hier die Entstehungsgeschichte des israelischen Staates und eine Freundschaft über verschiedene kulturelle und ethnische Barrieren hinweg thematisiert.

Auf Rhodos wird jährlich ein internationales Filmfestival organisiert, das sich überwiegend an junge Kurzfilm-Produzenten wendet. Das sogenannte „Rodos Ecofilms International Films and Visual Arts Festival“, das in der Regel in der letzten Juniwoche stattfindet und das einzige Festival seiner Art im gesamten Mittelmeerraum ist, widmet sich fast ausschließlich dem Medium des Umweltfilmes und versucht auf diese Weise, Aufmerksamkeit für die ökologischen Probleme unserer Zeit zu schaffen.